Bei einer stark vollgestellten Wohnung ist am Anfang oft noch gar nicht zu sehen, wie weit die eigentliche Belastung reicht. Die Fundstelle kann teilweise verdeckt sein, Bodenbereiche sind nicht zugänglich und zwischen Hausrat, Müll oder alten Lebensmitteln können sich weitere Verunreinigungen befinden. Deshalb beginnen wir nicht damit, die Wohnung einfach komplett leerzuräumen. Zuerst schauen wir auf den Bereich, in dem die verstorbene Person gefunden wurde. Von dort arbeiten wir uns Schritt für Schritt weiter vor.
Zuerst muss die Fundstelle zugänglich sein
Gerade in einer Messie-Wohnung ist der direkte Bereich rund um den Leichenfund nicht immer frei erreichbar. Manchmal müssen zunächst einzelne Gegenstände oder Teile des Hausrats bewegt werden, damit überhaupt sichtbar wird, was betroffen ist. Dabei schauen wir auf biologische Rückstände, Bodenbeläge, Möbel, Fugen und alles, was sich unmittelbar im Bereich der Fundstelle befindet. Erst dann lässt sich vernünftig einschätzen, wie die weiteren Arbeiten aussehen sollten.
Nicht alles in der Wohnung ist automatisch Müll
Zwischen großen Mengen Hausrat finden sich immer wieder Dinge, die für Angehörige wichtig sind. Fotos, persönliche Unterlagen, Schmuck oder Erinnerungsstücke behandeln wir deshalb nicht einfach wie normalen Abfall. Wenn wir solche Sachen finden, legen wir sie nach Möglichkeit zur Seite und stimmen mit Ihnen ab, was damit passieren soll.
Was belastet ist, zeigt sich manchmal erst nach und nach
Nur weil ein Gegenstand in derselben Wohnung steht, ist er nicht automatisch kontaminiert. Entscheidend ist, ob tatsächlich Kontakt mit biologischen Rückständen bestand oder andere Belastungen vorhanden sind. Gerade bei Böden kann das schwierig zu erkennen sein. Unter einem Stapel Hausrat kann eine Stelle völlig unauffällig sein, während wenige Zentimeter daneben Flüssigkeit durch eine Fuge unter den Boden gelangt ist. Deshalb prüfen wir die Bereiche nach und nach.
Bodenbeläge und Möbel schauen wir uns gezielt an
Wenn der Boden zunächst kaum sichtbar ist, lässt sich auch nicht sofort sagen, ob darunter etwas betroffen ist. Erst wenn ein Bereich freigeräumt wurde, kann man beurteilen, ob Laminat, Vinyl, Teppich oder Möbel stärker belastet sind.
Auch hier wird nicht vorsorglich alles entfernt. Wenn etwas erhalten werden kann, bleibt es auch erhalten.
Räumung und Leichenfundortreinigung müssen zusammenpassen
Bei solchen Einsätzen greifen mehrere Arbeiten ineinander. Es kann zum Beispiel notwendig sein, zunächst einen kleinen Bereich freizuräumen, danach dort zu reinigen und zu desinfizieren und erst anschließend mit der weiteren Räumung fortzufahren.
Je nach Situation können dazugehören:
- Fundstelle und angrenzende Bereiche zugänglich machen
- biologische Rückstände entfernen
- persönliche Gegenstände sichern
- belasteten Hausrat aussortieren
- einzelne Möbel oder Bodenbeläge entfernen
- Räume oder Teile der Wohnung räumen
- betroffene Flächen reinigen und desinfizieren
- vorhandene Geruchsquellen beseitigen
- verbleibende Gerüche anschließend weiter behandeln
Welche dieser Arbeiten tatsächlich notwendig sind, zeigt sich erst vor Ort.
Bei Gerüchen gibt es häufig mehr als eine Ursache
In einer stark vermüllten Wohnung kommt ein unangenehmer Geruch nicht zwangsläufig nur vom Leichenfund. Alte Lebensmittel, Feuchtigkeit, Müll, Tierhaltung oder andere organische Rückstände können ebenfalls eine Rolle spielen.
Deshalb bringt es wenig, am Ende einfach nur etwas gegen den Geruch in der Raumluft einzusetzen. Zuerst müssen wir herausfinden, woher die einzelnen Gerüche kommen. Manche verschwinden bereits mit der Räumung und Reinigung. Andere sitzen tiefer in Materialien.
Sie müssen die Wohnung nicht selbst betreten
Viele Angehörige möchten nach einem solchen Fund nicht mehr in die Wohnung zurück. Andere leben gar nicht in Magdeburg.
Das lässt sich organisieren. Wenn vorher geklärt ist, welche persönlichen Dinge erhalten bleiben sollen, können wir viele Arbeiten auch ohne Ihre ständige Anwesenheit übernehmen. Wenn währenddessen eine Entscheidung notwendig wird, melden wir uns bei Ihnen.
Was wir bei der Besichtigung klären
Wir schauen uns an, wo sich die Fundstelle befindet, welche Bereiche überhaupt zugänglich sind und ob neben der Leichenfundortreinigung auch eine Räumung notwendig wird. Außerdem besprechen wir mit Ihnen, welche persönlichen Gegenstände erhalten bleiben sollen, ob Bodenbeläge oder Möbel genauer geprüft werden müssen und wie die einzelnen Arbeiten sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können. Die Besichtigung in Magdeburg und Umgebung ist kostenlos. Danach können wir Ihnen wesentlich genauer sagen, welche Arbeiten notwendig sind und in welcher Reihenfolge wir vorgehen würden.
Wenn nach der Reinigung auch Wohnung oder Nachlass aufgelöst werden sollen
Nach einer Leichenfundortreinigung steht für Angehörige manchmal noch die Auflösung der Wohnung oder des gesamten Nachlasses an. RSB kann auch diesen Schritt übernehmen. Persönliche Unterlagen, Erinnerungsstücke und Wertgegenstände werden dabei berücksichtigt, bevor die weitere Räumung erfolgt. Mehr zum Ablauf, zur Wertanrechnung, zum Nachlassmarkt und zur Abwicklung aus der Ferne finden Sie auf unserer Seite Wohnungsauflösung nach Todesfall in Magdeburg.
24/7 erreichbar unter 01525 5413972